Hans Herbert Hartwieg.

Künstler am Chiemsee | 24.02. – 01.07.2018

Die Werke von Hans Herbert Hartwieg, geboren 1922 in Hamburg, stellen ein Pendant ebenfalls raumgreifender Arbeiten zu den in der Galerie vorherrschenden Hologrammen dar.

Hartwieg zeigt damit zugleich die ungewöhnliche Bandbreite seines Schaffens. Sie reicht von seiner lyrisch-konkreten bis zu seiner geometrisch-mathematischen Ausdrucksweise. Auch seine technischen Ambitionen beeinflussen seine Gestaltungsweise.

Hans Herbert Hartwieg

Stets mit dem Pinsel gemalt schafft er so einerseits sfumatische Übergänge und andererseits dem diametral entgegengesetzt streng geometrische Formen. Diese exakt mathematisch entwickelt schneidet er oft auch mit der dafür erforderlichen Präzision aus dem Bild heraus und setzt sie zur Erzielung verlaufender Gegenkontraste umgekehrt wieder ein: als so von ihm genannte Eigenintarsien. Auch geht er aus der Zwei- in die Dreidimensionalität über und fügt elektronische Elemente zum Leuchten und Beleuchten hinzu. Viele dieser Ambitionen kombiniert er in ein und demselben Werk. Besonders beispielhaft ist hierfür sein „IWAPI“.

Der Künstler setzt einer ständig wachsenden Informations- und Aktionsflut Impulse der Ruhe und Besinnung entgegen. Mit seiner Malweise zählt er zur Konkreten Kunst.

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